• Flaschenpost

Änderung

Ursprünglich hatten wir vor, dass jeder Fisch ein eigenes Login erhält, das er mit sich führt und das man, wenn man ihn gefunden hat eingeben kann. Da waren aber höchstens 10 Fische geplant. Jetzt sind es inzwischen so viele geworden, dass es einfach zu viele Nutzer geworden sind. Ich muss es also etwas umstellen. Nutzen Sie bitte das Emailformular auf der Flaschenpostseite, um uns über Ihren Fund zu berichten. Der Login entfällt. Dafür tragen Sie den Code in die dafür vorgesehene Zeile ein. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Die Reise der Fische

Ein Flaschenpost-Projekt zur Entschleunigung der Kommunikation

Dieses Projekt beginnt voraussichtlich im März 2017 auf den Seychellen.

Vorab:
Im Oktober 2016 besuchte ich in Frankfurt. Im Museum für Kommunikation lief gerade eine Ausstellung zum Thema Flaschenpost. Joachim Römer sammelt seit Jahren Flaschen mit Botschaften, die der Rhein an Land gespült hat. Ich war sehr beeindruckt.
Einige Tage vorher hatte ich ein Gespräch mit Emily (10) gehabt, die zum Start der höheren Schule mein altes Handy bekommen hatte. Sie erzählte mir, dass sie das Handy seit ein paar Wochen erst nutze und so ca. 50 Nachrichten am Tag bekomme.
Während ich an dem Tag durch Frankfurt lief, enstand eine Idee in meinem Kopf:

Die Flaschenpost ist das genaue Gegenteil von dem, was wir heute Kommunikation nennen.
Heute ist alles zielgerichtet, schnell und ungeduldig.
Ich schicke eine SMS und erwarte eine sofortige Antwort. Ich bekomme eine Whatsapp Nachricht und egal wo ich bin, ich fühle mich irgendwo innen gedrängt, sofort zu reagieren. Man will ja keinen vor den Kopf stoßen. Kunden rufen mich abends noch an und erwarten einen schnellen Rückruf. Kinder checken ständig ihre Handys.

Was wäre, wenn alles langsamer wäre? Wenn man völlig "unzielgerichtet" eine Botschaft in die Welt schickt?
Man weiß nicht wann, oder ob sie irgendwo ankommt, aber kann sich ausmalen, was die Botschaft bewirken könnte, wenn sie ankäme. Hat man dann nicht eine Art Hoffnung in sich, eines Tages kommt eine Antwort. Würde man dann mehr Gelassenheit entwickeln? Eine andere Perspektive?

Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema Meer. Ich mache, oft als Probestücke, um Farben zu testen, diese kleinen "Animals", die "Dream-Fische"- Könnten sie nicht, wie ihre großen Brüder, die Lachse oder Aale auf Wanderschaft gehen, in Sachen Kommunikation? Das ist die Idee.
Ich werde sie losschicken. In Flaschen. Auf Meeren und Flüssen. Vielleicht zusammen mit Kindern, um eine langsame Art der Kommunikation zu testen.
Das Machen und Senden der Botschaft wird wichtiger, es braucht seine Zeit und seine Gedanken. Eine Flaschenpost hat etwas romantisches, mit ihr kann man im Geist selbst auf die Reise gehen.


Da es ein Kunst-Projekt ist, wird es hier dokumentiert, mit Fotos vom Fisch selbst, seiner Flasche und dem Start seiner Reise, Längen und Breitengrad, wo er losschwimmt .
Aber auch ich bin ein "Kind meiner digitalen Zeit". Jeder Fisch bekommt eine Nummer und hat einen Nutzernamen und ein Passwort. Das bekommt er mit auf den Weg. Wer ihn findet, wird hier den Fisch mit seiner Nummer finden und kann sich einloggen und berichten, wann er ihn wo gefunden hat. Es ist ein Experiment zur Entschleunigung.

 

 

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